St. Martin Riem
rundgang

Rundgang in der Kirche St. Martin Riem

Im Folgenden wird ein Rundgang beschrieben, der hinten am Eingang beginnt und im Uhrzeigersinn verläuft.

Die Figuren stammen fast alle aus früheren Ausstattungen der Kirche. Die meisten standen bis 1946 im Aufbau des neugotischen Hochaltars. Die ursprünglichen farbigen Fassungen wurden später leider entfernt. Dadurch wirken die Figuren heute kantig und streng.
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An der hinteren Wand, unter der Empore, steht in einer Nische ein Sockelkreuz aus Messingguss (Vohl 1946). Das Gitter davor ist das Gesellenstück von Werner Kostinek, Riem. Daneben ist eine hölzerne Prozessionslaterne angebracht.
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Die linke Wand beginnt mit St. Leonhard, dem Patron der Bauern.
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Es folgt der Kirchenpatron St. Martin zu Pferd (17. Jh.)

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Anschließend eine Figur der heiligen Barbara, der Patronin der Bergleute.

figur-dreiergruppe

Es folgt die Dreiergruppe mit Anna selbdritt zwischen den Bischöfen Otmar und Rupert (alle 15. Jh.).

tuer

Daneben ist als Schaustück eine zweiflügelige Türe befestigt, die bis 1893 den Südeingang der Kirche bildete.

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Am Chorbogen eine Figur der Gottesmutter mit Jesukind.

ambo

Ambo, Altarkerzenleuchter und Apostelleuchter kommen aus der Werkstatt Bergmeister.

defregger

Auf der linken Seite befindet sich eine Urkunde zur Altarweihe. Weihbischof Mattias Defregger hat diesen 8. April 1981 geweiht.

fresko

Das Fresko im Chor malte 1946 Professor Josef Bergmann aus München (1888 - 1952). Es zeigt in der Mandorla (mandelförmige Aura) den thronenden Christus mit Kreuznimbus, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten. In einem Bilderfries über der Gruppe sind Schafe zu sehen, die zur Wasserquelle und zum Lamm Gottes gehen. Ein Schriftband sagt: "Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der hat ewiges Leben und ich werde ihn auferwecken am juengsten Tage."

Im Fries über der Mandorla und den Evangelisten-Symbolen steht: "Denn mein Fleisch ist eine wirkliche Speise und mein Blut ein wirklicher Trank."

Im Bogen über der Mandorla:"Meine Schafe hoeren meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir und ich gebe ihnen ewiges Leben und sie koennen in Ewigkeit nicht umkommen und niemand wird sie aus meiner Hand reissen."

Im Sockel des Freskos zitiert Bergmann Psalmen und rechnet dabei mit dem Naziregime ab: "Und nun ihr Koenige werdet weise, lasst euch mahnen ihr Richter der Erde, dienet dem Herrn in Furcht ..."

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Das Bild von Christus in der Mitte des Chorraums.

matthaeus

Links oben der Evangelist Matthäus wird durch einen Engel dargestellt.

markus

Links unten der Evangelist Markus dargestellt als Löwe.

lukas

Rechts unten der Evangelist Lukas dargestellt als Stier.

johannes

Rechts oben der Evangelist Johannes dargestellt als Adler.

martin

Links im Fresko steht St. Martin, der Kirchenpatron, er hält seinen Mantel für den Bettler bereit. Die Inschrift lautet: "mit diesem Mantel hat mich Sankt Martinus bekleidet."

georg

Rechts steht der heilige Georg, zur Erinnerung daran, dass die Kirche ursprünglich zur Pfarrei St. Georg in Bogenhausen gehörte. Georg wird gebeten: "Gib uns Kraft St. Georgius im Kampf gegen die Daemonen."

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Am Chorbogen auf der rechten Seite eine Figur Gottvater.

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Der Tabernakel, in Bronze geschmiedet und vergoldet, stammt aus der Werkstatt Manfred Bergmeister und German Larasser, Ebersberg, Wolfgang Kluge aus Egglburg fertigte ihn 1980 als Gesellenstück. Kluge wurde im selben Jahr Bundessieger im Kunstschmiedehandwerk.

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Der Taufstein ist ein Geschenk des Steinmetzen Alfred Herklotz. Er fertigte ihn 1994 als sein Meisterstück. Bei Taufen wird in die Vertiefung eine Zinnschale eingelegt, die schon seit 1787 in St. Martin als Taufschale dient.

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Das Gemälde Maria mit dem Jesuskind, hat Max Heß gemalt. Es war bis 1946 im Hochaltar der Kirche. Das Bild trägt folgende Signatur: Den Altar lies wiederherstellen und mit diesem Bilde verzieren Peter Heß, Ritter. Und: gemalt von dessen Sohn Max, alt 17 Jahre, im Jahre 1842.

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Darunter ein Relief des Pater Rupert Mayer, das 1995 der Steinmetzmeister Heiner Kometer aus Trudering der Kirche schenkte. Es wurde zum 50. Todestag vom Pater Rupert Mayer angefertigt.

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In der Mitte der rechten Wand befindet sich ein Kruzifix (19.Jh.).

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Darunter eine Pieta, geschaffen 1985 von Potzler München, als Nachbildung einer gotischen Pieta, die 1975 bei einem Einbruch entwendet wurde.

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Rechts davon St. Sebastian 18.Jh.

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Es folgt St. Florian, ebenfalls im 18.Jh. geschaffen.

Orgel

Die Orgel wurde 1972 von der Firma WRK (Wendhack, Redeker, Kreuzer) gebaut. Die Pfeifen der fünf Register stehen auf Schleifladen. Sie wurde am 11. Februar 1973 durch Kaplan Herbert Kellermann geweiht.
glocke

Glocken

Große Glocke / Glocke 1 / Pius-Glocke

Ton g’ -6 / 547 kg / Ø 102,5 cm / gegossen 1955 von Czudnochowsky/Erding / Inschrift: HEILIGER PIUS X. BITTE FÜR UNS. GLOCKENGIESSEREI ERDING 1955

Kleine Glocke / Glocke 2 / Marien-Glocke

Ton h’ -6 / 380 kg / Ø 87 cm / gegossen 1925 von Oberascher/München / Inschrift: REGINE SINE LABE ORIGINALE CONCEPTA ORA PRO NOBIS / SANCTE JOSEF ORA PRO NOBIS. MICH GOSS RUDOLF OBERASCHER IN MÜNCHEN 1925.

Die Beschreibung wurde von Bernhard K. Schmitt erstellt und 2020 von Wolfgang Haller ergänzt und mit Bildern versehen. Die Beschreibung der Glocken lieferte Ralf Müller.